War es Wochen vorher noch sommerlich warm, so ist an diesem Jugo schon herbstliche Kälte zu spüren – doch nur äußerlich. Die Kelter ist voll mit jungen Leuten – gegenseitiges Wärmen inclusive.
Die Band groovt und lädt ein, die Lieder auch im Stehen mitzusingen oder sogar tanzend (nicht zuletzt, um sich warmzuhalten). Zu Gast ist Andreas Renz, Student der Missionsschule Unterweissach und selber aus Kirchberg.
Andreas Renz stellt die Frage in den Raum, ob wir schon einmal die Erfahrung gemacht hätten, dass jemand uns festgehalten hat, dass jemand uns Halt gegeben hat. Er erzählt von sich, dass er diese Erfahrung jahrelang nicht machen konnte, weil er seine Gefühle nicht rausgelassen hat und niemandem gezeigt hat, dass er jemanden braucht.
„Halt mich fest“ heißt das Thema. „Halt mich fest“ heißt ein Lied von ARARAT, zu dem sich Andreas Gedanken gemacht hat:
Jetzt, jetzt ist es soweit. Jetzt, jetzt ist deine Zeit. Komm, komm in meine Welt. Komm, du hast mir so gefehlt!
Halt mich fest und lass mich nicht mehr los! Halt mich fest, du bist mein Rettungsboot. Halt mich fest, du weißt, wie blind ich bin. Halt mich fest, ich steh schon mittendrin.
Brich, brich mein kaltes Herz. Brich, brich den stummen Schmerz. Du, du bist jetzt mein Ziel. Du bist alles, was ich will.
Halt mich fest …
Ich nehme dich beim Wort Und spür, wie gut mir das schon tut. Die Seele atmet freier, und das Herz fasst wieder Mut. Du hast mir nie versprochen, dass alles einfach wird. Trotzdem weiß ich, Dass der Weg steil nach oben führt.
Und so wird klar, dass jeder von uns jemanden braucht, der ihn festhält. Wer will schon bei seiner Gleichgültigkeit stehenbleiben oder jeden Tag mit Verzweiflung aufwachen? Wer will schon alleine die Stürme des Lebens bewältigen? Wer will nicht die Geborgenheit erleben, die Gott schenkt?
Geborgenheit, die uns nicht nur einmal zuteil wird, sondern dauerhaft durch Schwierigkeiten trägt. Wenn wir in der Bibel lesen, werden wir entdecken, wie Gott in unsere Situation hineinspricht. Deshalb können wir ihn beim Wort nehmen. Er hält uns fest!
Nach dem Jugo gibt es heiße Maultaschen, passend zum eisigen Wetter und so bleiben noch einige Besucher da, genießen und reden. Zum Vormerken: Der nächste Jugo ist im April! Herzliche Einladung!
Sommerjugo auf dem CVJM-Plätzle. Open air, Wiese und Picknickdecken, Cocktail-Bar, Planschbecken, Mitarbeiter mit Hawaii-Ketten und die Jugo-Band pRaiseDept. erwarten einen diesmal. Das Wetter macht mit, ein Geschenk! Schon von weitem hört man die Bandklänge, die zum Lobpreis einladen. Wer versehentlich bei der Kelter gelandet ist, wo sonst der Jugo stattfindet, oder wer den sommerlichen Beach nicht von alleine findet, wird vom Fahrdienst abgeholt.
Die mutigen Nachwuchsmoderatorinnen Selina und Luise unterhalten sich in lockerer Atmosphäre mit dem eingeladenen Prediger Christoph Fritz aus Marbach-Hörnle. Der muss auch noch zur allgemeinen Erheiterung eine spontane Jonglage zum Besten geben – mit leeren Plastikflaschen. Es klappt!
Das Anspiel führt schon zum Thema hin: Sandra kriegt von ihren Freunden einen Verbesserungsvorschlag nach dem anderen, um bei anderen besser anzukommen: trendiges Outfit, neue Frisur, Schlankheitstipps, coole Reisen... Ist der Wunschbody endlich erreicht, um vor anderen gut dazustehen? Kommt so endlich Sommerfeeling auf?

Und so fragt Christoph Fritz in seiner Predigt: Muss ich nach außen cool sein, um gut anzukommen? Muss ich auch dann cool sein, wenn es mir gar nicht gut geht? Meinen andere wirklich mich, wenn sie mit mir zusammen sein wollen?

Egal, was andere von mir halten, vor Jesus muss ich mich nicht verstellen. Ich bin sein Geschöpf. Warum sollte er also etwas an mir auszusetzen haben? Und er sieht nicht nur mein Äußeres, er sieht in mich hinein, kennt mich durch und durch. Weil er ja zu mir sagt, kann ich mich selbst auch annehmen, wie ich bin. Weil er ja zu mir sagt, soll ich auch andere annehmen, wie sie sind. Und unsere unsere Gruppen und Jugendkreise sollen keine geschlossenen Gesellschaften sein, sondern offen für jeden ohne Einschränkung – eine Herausforderung, aber die Antwort auf die Frage: W.W.J.D.? What would Jesus do?
Nach dem Jugo wird gegrillt und die Cocktail-Bar öffnet und lädt noch zum Dableiben ein. Die Stimmung ist gut. Das Essen geht weg bis zur letzten Wurst.
 Bis zum nächsten Mal in der Kirchberger Kelter!
Was antworten Leute auf der Stuttgarter Königsstraße, wenn man sie fragt, wer für sie der King ist? Auf dem selbst gedrehten Video hörte man häufig die Antworten: Michael Jackson, dicht gefolgt von Elvis oder auch dem „Curry King“. Wer ist für dich der KING?
Jugendreferent Billy nimmt uns hinein in diese Fragestellung und zeichnet uns die Geschichte vor Augen, wie zwei Jünger nach Jesu Tod völlig deprimiert und verwirrt auf dem Weg nach Emmaus sind. Geht’s dir auch manchmal so, dass du fragst: „Wo ist denn dieser Jesus eigentlich in meinem Leben? – wenn ich in der Schule Mathe nicht kapiere, wenn sich zu Hause meine Eltern streiten oder wenn sich in Japan eine Atomkatastrophe ereignet…“ Aber die beiden Jünger erlebten damals, dass der auferstandene Jesus plötzlich da ist und sie begleitet, auch wenn sie erst viel später erkannt haben, dass er es war. Jesus ist näher als du denkst! Du kannst mit diesem König Jesus deinen Weg gehen und dabei auf verschiedene Weise erleben, wie er sich dir zeigt: Vielleicht wirst du ruhig über eine anstehende Entscheidung, die du ihm anbefohlen hast. Oder du entdeckst Gott, den Schöpfer, bei einem Spaziergang? Du spürst eine tiefe innere Freude, die dich entspannt macht und dir den Druck nimmt, den andere dir vielleicht machen. Gott hat viele Möglichkeiten, mit mir zu reden. Es liegt an mir, ob ich mich auf ihn einlassen will.
Wo gibt es sonst so einen König:
Unsere Jugo-Band zeigte sich wieder einmal in neuer Besetzung und nennt sich „pRaise Department“. Trotz mancher chaotischer Momente, wie die Musiker selbst sagten, kamen die Lieder und Ansagen authentisch und ehrlich rüber und luden uns zum Nachdenken und Mitsingen ein. Special guests an diesem Abend: D4F – eine Tanzgruppe, die zu zwei Liedern in Aktion trat und dafür berechtigten Applaus erhielt. Der gut besuchte Jugo endete wie immer mit Gesprächen und einem Imbiss: diesmal leckere Hamburger.
Herzliche Einladung zum nächsten Jugo am 8.7.2011.
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